Anima Alma Mater Ausbildungsinstitut für Psychoonkologie Psychotraumatologie und Psychotherapie
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Kontakt:

Anima Alma Mater

Ewa Budna

Ihnestr. 30
58540 Meinerzhagen

Tel.: 02358- 27 24 05

Fax: 02358-27 24 06

 

E-Mail:

info@anima-alma-mater.de

 

Praxis:

www.EMDR-Praxis-mk.de

 

Spezialpraxis für ADHS und Trauma:

www.null-komma-nix-spezialpraxis.com

 

EMDR Ausbildung:

www.Ausbildung-EMDR.de

 

 

 

 

Psychosoziale Notfallversorgung: Onko-Krisenlotse

 

 

Die Diagnose Krebs stürzt viele Menschen unweigerlich in eine existentielle Krise.

Von einem auf den anderen Tag ist nichts mehr so, wie es war. In der ersten Zeit befinden sich die Betroffenen meist in einem Schockzustand, dann kommen Verzweiflung und Wut. 

 

Manchmal spitzt sich eine Krise zu einer seelischen Notsituation zu und die Belastung wird extrem. Man kommt mit den bisherigen Strategien nicht mehr weiter. Wie jede und jeder das bewältigt, ist sehr unterschiedlich.

 

Emotional stehen insbesondere Gefuhle von Angst, Ohnmacht und Kontrollverlust bei Betroffenen im Zuge einer Krise in Vordergrund. Die Gefühle können sowohl in Verbindung mit der Diagnosestellung als auch im weiteren Behandlungsverlauf auftreten.

Mit der Erkrankung ist nicht selten das eigene Selbstbild verunsichert. Hat sich der Betroffene beispielsweise lange Zeit als erfolgreich und belastbar erlebt, ist dies durch die Krankheitsfolgen oftmals eingeschränkt, einhergehend mit dem Gefühl „nicht mehr mithalten zu können“.

 

Durch die Erkrankung verändern sich bei den Betroffenen nicht selten die Perspektiven der eigenen Lebensplanung (z.B. Auseinandersetzung bei nicht realisiertem Kinderwunsch bei Patientin mit einem Ovarial-CA) einhergehend mit Zukunftsängsten. Nicht selten stellt die Krankheit selber (je nach Auspragung, Stadium, Verlauf) oder die durch die Krankheit folgenden Konsequenzen die Qualitat einer existentiellen Bedrohung (Todesbedrohung) dar.

 

 

Das Projekt Onko-Krisenlotse wurde als Konzept für die Kriseninterventionen bei Krebspatienten entwickelt

  • Es gibt Wege aus der (Onko-)Krise

Onko-Krisenlotsen begleiten PatientenInnen in seelischen Krisensituationen und helfen professionell, wo Familie, Freundschaften und Bekannte überfordert sind.

Sie haben durch ihre Berufserfahrung und z. B. durch therapeutische Zusatzqualifikationen eine hohe Beratungskompetenz.

Zudem machen Onko-Krisenlotsen den PatientenInnen die Kontaktaufnahme besonders einfach: die Betroffenen und deren Angehörige können das Angebot auf Wunsch 24 Stunden am Tag erreichen.

 

  • Telefonische Beratung

Viele der Hilfesuchenden wenden sich telefonisch an die Onko-Krisenlotsen – zum einen für kurze Auskünfte und Informationen. Zum anderen für eine ausführlichere telefonische Beratung, die bereits eine erste Orientierung, Entlastung oder Klärung in der Krise ermöglichen kann.

 

Darüber hinaus bieten Onko- Krisenlotsen auch intensive Krisenintervention am Telefon, denn nicht jeder Mensch kann oder möchte in einer Notsituation in direkten persönlichen Kontakt treten, sei es aus Scham, sei es aus dem Wunsch heraus, vollkommen in einem geschützten Raum zu bleiben.

 

 

  • Persönliche Beratung

Onko-Krisenlotsen beraten selbstverständlich auch persönlich. Das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht kann Menschen in Krisen das Gefühl geben, aufgehoben und gut im Kontakt zu sein. Angst, Verzweiflung und andere Gefühle finden einen sicheren Raum, in dem sie ausgesprochen, und schon dadurch oft gelindert werden können. Je nach Ihrem Bedarf können weitere Gesprächstermine vereinbart werden .

 

  •  Mobile Einsätze vor Ort

Onko-Krisenlotsen kommen dann auch an den Ort der Krise.

Dort deeskalieren sie, schätzen eine akute Gefährdung ein, entlasten Mitbetroffene und veranlassen die nächsten Schritte. Falls erforderlich, ziehen sie dafür einen Arzt oder eine Ärztin oder eine Psychoonkologin hinzu.

Das Ziel ist immer, Krisen möglichst schnell aufzufangen. Das gelingt auch meist, wenn die passende Hilfe rasch erfolgt. Manchmal ist die Notlage jedoch zu massiv oder eine Gefahr lässt sich nicht anders abwenden. Dann ist eine vorübergehende stationäre Krisenbehandlung sinnvoll. Onko- Krisenlotsen leiten sie dann fachkompetent ein und begleiten sie behutsam.

 

Weiterbildung zum Onko-Krisenlotsen

 

1.  Tag Krisenmatrix-Krisenintervention

·      Krise –Definition

·     Veränderungskrise

·     traumatische Krise

·     Schritte der Krisenintervention nach Ciompi

·     Aufgaben und Grenzen der Krisenintervention

 

2.Tag Krisenmatrix

  •       Psychotraumatologie
  •      Präklinische Krisenintervention
  •      Therapeutische Möglichkeiten/ Abgrenzung zum  psychiatrischen Notfall
  •      Struktur einer Intervention
  •      Gesprächsführung im Einzel- und Gruppensetting
  •     Umgang mit schwierigen Situationen im Gespräch bei verschiedenen Indikationen
  •     Soziale Ressourcen
  •      Psychosoziale Beratungsangebote
  •      Psychosoziale Krisenintervention –Systemische Perspektiven

 

 

3. Tag Krisenintervention: Krebs als Krisenauslöser

  •       Einführung
  •      Prädiagnostische Phase
  •       Initialphase
  •      Behandlungsphase
  •      Progrediente Phase

 

4. Tag Rolle des Onko-Krisenlotes in Entscheidungssituationen

  •       Arten von Entscheidungssituationen
  •      Partizipation des Patienten
  •      Gesprächsführung
  •      Problemlösung
  •     Problemlösen und Entscheiden

 

5.Tag: Prüfung

Die Inhalte werden den Teilnehmern in Unterrichtsgesprächen, Rollenspielen und Gruppenarbeiten vermittelt.

Teilnehmergruppe:

  • Therapeutin/Therapeut,
  • Heilpraktikerin /Heilpraktiker,
  • Krankenpflegerin /Krankenpfleger,
  • Beraterin/Berater,
  • Sozialpädagoge(in)
  • Seelsorger(in)
  • Angehörige
  • Selbstbetroffene

Zertifizierung:

Für die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildung zum Onko-Krisenlotsen erhalten

die Teilnehmer zum Abschluss der Weiterbildung ein Zertifikat der Anima Alma Mater

überreicht und sind darüber hinaus durch die APV- Stelle zertifiziert.

 

Preis: 890,00 Euro

 

 

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